BMVZ-Praktikerkongress: MVZ in schwierigem Fahrwasser

Berlin, 4. Dezember (sg). Medizinische Versorgungszentren beschäftigen die Politik heute mehr denn je. Die Gründungsdynamik nimmt zu, der Trend zur Tätigkeit in Anstellung bei Ärzten hält an und zudem ist im politischen Raum eine heftige Debatte entbrannt über den Einzug internationaler Kapitalinvestoren in das System.

Aktueller Aufhänger für den Praktikerkongress des Bundesverbandes MVZ war neben diesen Themen auch der aktuelle Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), der nicht nur die niedergelassenen Ärzte, sondern auch die Betreiber von MVZ
umtreibt.

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Studie: Immer mehr Ärzte arbeiten als Angestellte

Berlin, 14. November (dpa). Immer mehr Ärzte in Deutschland arbeiten laut einer Studie als Angestellte statt als Selbstständige mit einer eigenen Praxis. Bei Hausärzten stieg der Anteil der Angestellten seit 2012 von 6 auf nun 15 Prozent – bei Fachärzten von 11 auf 26 Prozent, wie aus einer Umfrage hervorgeht, die unter anderem die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beauftragt hatte. Die durchschnittliche Arbeitszeit ging auf gut 51 Stunden pro Woche mit Bereitschaftsdiensten zurück – bei Angestellten auf 42,8 Stunden, bei Selbstständigen auf 53,3 Stunden.
Von der wöchentlichen Arbeitszeit der Ärzte entfallen laut Umfrage 32 Stunden auf Sprechstunden und fast drei auf Hausbesuche. Gut sieben Stunden entfallen auf Verwaltungsarbeit. Während insgesamt Männer dominieren, sind bei Medizinern unter 44 Jahren Frauen mit53 Prozent knapp in der Mehrheit. Ein Thema ist auch körperliche Gewalt in Praxen. Laut der Umfrage war jeder vierte Arzt in seinem Berufsleben davon betroffen.
Für die Studie wurden von Ende Januar bis Anfang Mai mehr als 11 000 Ärzte und Psychotherapeuten befragt.

 

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