Einfluss Angestellter in den KVen

Große Resonanz: Durchgängig mindestens 700 Teilnehmer

Online (jz). „Wir sind für Sie da!“ Beim Live-Onlineseminar „Anstellung im ambulanten Bereich mit Tipps und Tricks von Ärztinnen und Ärzten, Juristinnen und Juristen des Marburger Bundes“, zu der mehr als 1.100 Anmeldungen eingegangen waren, verdeutlichte MB-Vorsitzende Dr. Susanne Johna in ihrer Begrüßung, dass der Verband alle angestellten und verbeamteten Ärztinnen und Ärzte vertritt – „vom Studium bis zur Rente“. Ergo: eben auch die angestellten Ärzte in der ambulanten Versorgung. Das wüssten viele Ärzte aus dieser Gruppe gar nicht, ergänzte MB-Vize Dr. Andreas Botzlar. Als Vorsitzender des MB-Arbeitskreises „Ambulante Medizin“, der die Veranstaltung moderierte, lud er gemeinsam mit seiner Ko-Vorsitzenden Sylvia Ottmüller die Teilnehmer ein, den Verband aktiv mit Ideen und Anregungen zu versorgen, um das Service-Angebot des MB für diese Gruppe weiter auszubauen und zu optimieren.

Das Seminar selbst setzte sich aus drei Themenblöcken zusammen. Unter der Überschrift „Die Welt der Kassenärztlichen Vereinigung: KV verstehen leicht gemacht“ ging MB-Mitglied Dr. Karlheinz Kurfeß, stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung (VV) der KV Rheinland-Pfalz, im ersten Teil auf Aufbau und Struktur einer KV ein.

Als im SGB V verankerte Körperschaften des öffentlichen Rechts verhandeln KVen etwa mit den Krankenkassen über Honorare, Arzneimittelbudgets und Versorgungsverträge, prüfen Abrechnungen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und verteilen Honorare. Dabei sind in einer KV zwei Organe maßgeblich:

  • der Vorstand, der die KV unter anderem verwaltet und nach Außen vertritt,
  • die VV, die als oberstes KV-Organ etwa Satzung und Haushalte beschließt, den Vorstand wählt und überwacht sowie Ausschüsse einrichtet.

Damit wird deutlich, welche Bedeutung der VV zukommt. Daher richtet der MB den Blick auf die VV-Wahlen im kommenden Jahr, weil die ambulant tätigen angestellten Ärzte inzwischen eine ernstzunehmende Größe sind. Allein in Rheinland-Pfalz habe sich ihre Zahl seit 2007 von 5 auf 26 Prozent erhöht, unterstrich Kurfeß. Bundesweit zählen sie mittlerweile rund 50.000 Ärztinnen und Ärzte. Insofern gilt es nun, ihnen für ihre berechtigten Anliegen Gehör zu verschaffen, indem möglichst viele von ihnen in die VV der jeweiligen KV gewählt und in die einzelnen Fachausschüsse berufen werden.

Anschließend wurden den Teilnehmern in einem Frage-Antwort-Format weitere Teilaspekte zur KV nähergebracht: MB-Mitglied Dr. Kristina Zimmermann, Vorsitzende des Beratenden Fachausschusses für angestellte Ärzte und Psychotherapeuten der KV Baden-Württemberg und Mitglied des entsprechenden Ausschusses auf Bundesebene, fragte – Kurfeß antwortete. Den Abschluss dieses Themenblocks bildeten schließlich spezifische Fragen aus dem Auditorium.

Lesen Sie in den kommenden MBZ-Ausgaben mehr zum Seminar, das durchgängig mindestens 700 Teilnehmer zählte, mit erwähntem Fragenkomplex und den zwei Themenblöcken „Arbeitsrecht: Beratung und Arbeitsvertrag“ und „Mein Arbeitsplatz in MVZ und Praxis – Zwei Ärzt:Innen berichten“.